Am 17. März 2026 (… business as usual) fanden sich zu frühester Stunde 16 Teilnehmer*innen zum 166. Künstler*innen Business Frühstück im schönen Hotel Zeitgeist Vienna ein. Wir freuten uns über ein neues Gesicht, das über „Der erfolgreiche Musiker“ von Emi Treu zu uns gefunden hat, sowie über Gäste aus Wien und Niederösterreich.
Prof. Dr. Paul Hertel, Komponist, Autor, Violinist, Dirigent und Vize-Präsident der AKM, erzählte über seine Learnings aus einem erfolgreichen Leben als Freischaffender. Er betonte, wie wichtig es ist, sich mehrere (künstlerische) Standbeine aufzubauen und nie auszulernen. Das Sich-Aneignen neuer Stile, die zur Persönlichkeit passen, sowie das Abdecken breiter Spektren seien wesentlich, um Künstler*innen-Wege nachhaltig zu gestalten. Gleichzeitig ist auch Spezialisierung wichtig, da sie ein Alleinstellungsmerkmal sein kann.
Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Qualität – man muss seine Kunst können, um bestehen zu können; dann gelingt es auch, auf Augenhöhe mit den Stars der Branche zu arbeiten.
AI, so prognostiziert er, wird sowohl zu einer Marktbereinigung (Stichwort: Qualität) als auch zu einer Marktbelebung führen. Die wichtigen Chancen müsse man fleißig und bestrebt nutzen – zum Teil mit guter Deadline-Planung und auch mit Verzicht auf Freizeit –, damit man anknüpfen kann. Um diese Chancen überhaupt zu bekommen, ist Vernetzung jedoch unerlässlich: Die besten Geschäfte entstehen aus persönlichem Kontakt.
Auch Fragen nach der Verwertung bei der AKM – zum Beispiel von einer Komponistin von Kirchenmusik – kamen nicht zu kurz. Der Live-Act ist nach wie vor jener Bereich, in dem die meisten Tantiemen lukriert werden; von der Verwertung auf Streaming-Plattformen kann heute niemand mehr leben – anders als noch vor einigen Jahrzehnten beim Verkauf von Schallplatten oder CDs.
Abgerundet wurde die Expertise durch die Einsicht, dass in Kunst und Kultur allgemein etwas Nahbares, Persönliches mitschwingt, das ihr Hauptmerkmal ist und durch AI oder KI nicht ersetzt werden kann.
Wir gratulieren Gottfried & Roland zu einem neuen gemeinsamen Projekt (stay tuned…).
Souverän und sympathisch moderierte der Netzwerkgründer Michael Weilguny.